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Der Ökumenische Förderpreis Eine Welt

Der Katholische Fonds und die Inlandsförderung von Brot für die Welt fördern gemeinsam jährlich über 1.000 Projekte in der entwicklungsbezogenen und weltkirchlichen Arbeit. Uns verbindet dabei die Überzeugung, dass weltweite Gerechtigkeit auf das Mitdenken und die Arbeit vieler entwicklungspolitisch Aktiver angewiesen ist. Mit der Auslobung des Ökumenischen Förderpreises wollen wir das entwicklungspolitische Engagement für die Eine Welt würdigen und unsere Zusammenarbeit sichtbar machen.

Der Ökumenische Förderpreis Eine Welt will das vorbildliche und vielfältige Engagement in Aktionsgruppen, Kirchengemeinden und Bildungseinrichtungen für eine gerechte globale Entwicklung und für Solidarität mit den Armen und Benachteiligten in der Welt auszeichnen.

Unter den geförderten Maßnahmen finden sich viele kreative und motivierende Ansätze, die beschreiben, wie globale Zusammenhänge und Themen exemplarisch bearbeitet werden können.

In jeder Kategorie wird ein Förderpreis in Höhe von 3.000,00 € vergeben.

Nachrichten zum Förderpreis

7. Förderpreis

Stuttgart, Württembergische Landesbibliothek, 27.05.2022.

Preisträger 2022 sind der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit, das Bündnis erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung e. V. und die Katholische Fachstelle für Jugendarbeit Westerwald/ Rhein-Lahn (KFJ). Der Preis ist mit jeweils 3.000,00 € dotiert und wird alle zwei Jahre von Brot für die Welt und dem Katholischen Fonds gemeinsam vergeben. Die Auszeichnungen wurden am 27. Mai beim 102. Deutschen Katholikentag Stuttgart 2022 verliehen.

 

Brot für die Welt und der Katholische Fonds zeichnen mit dem Ökumenischen Förderpreis Projekte aus, die in vorbildlicher Weise entwicklungspolitische Themen bearbeiten und zu einem zivilgesellschaftlichen Engagement einladen. 2022 wurden die Preiskategorien: „Klimagerechtigkeit“, „Kirchliche Partnerschaften“ und „Digitalisierung im Globalen Lernen“ ausgezeichnet.

Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit erhielt die Auszeichnung für den Klimapilgerweg, der zugleich Wallfahrt und Demonstration ist. Er macht Station an Orten, wo die Gefährdung der Umwelt deutlich zutage tritt und an Orten, die Lösungen für nachhaltige Entwicklungen aufzeigen. Laudator Gabriel Klaasen von der African Climate Alliance, Cape Town, Südafrika sagte dazu: Wir zeichnen den Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit in der Kategorie Klimagerechtigkeit als Preisträger aus und legen Ihnen allen das Motto von Dietrich Bonhoeffer ans Herz: Mag sein, dass der Jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gerne die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.“

Dr. Bertram Meier, Bischof von Augsburg, überreichte den Preis in der Kategorie Kirchliche Partnerschaften an die Katholische Fachstelle für Jugendarbeit Westerwald/ Rhein-Lahn (KFJ) für ihre vorbildliche Jugendbegegnung mit Teilnehmenden aus dem Jugendzentrum Johannes Paul II. in Sarajevo und Pfadfinderinnen/ Pfadfindern aus der Region Westerwald/Rhein-Lahn. In seiner Laudatio sagte er: Als Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz freue ich mich sehr über dieses Engagement junger Menschen in beiden Ländern. Die Verleihung des Ökumenischen Förderpreises möge die Preisträger/innen ermutigen, ihr Engagement couragiert fortzusetzen und andere anzustiften. Ich danke Euch/Ihnen für diesen Einsatz und wünsche Euch/Ihnen allen dazu den Segen Gottes, von dem alle Versöhnung ausgeht.“

Das Bündnis erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung e. V. wurde für seinen neuen Bildungsansatz in der Kategorie Digitalisierung im Globalen Lernen ausgezeichnet. Dr. Dagmar Pruin, Präsidentin Brot für die Welt sagte in ihrer Laudatio: „erlassjahr.de hat in besonderer Weise gezeigt, wie sich durch die Nutzung digitaler Medien entwicklungspolitische Lobbyaktivitäten intensivieren lassen, wie Partner aus dem Globalen Süden direkt in Diskussionsprozesse eingebunden werden können und sich die Reichweite der entwicklungspolitischen Arbeit erhöht. Erlassjahr.de hat vor, die neueingeschlagenen Wege auch zukünftig zu beschreiten. Das freut uns sehr.“

Die Preisträger wurden aus den ca. 2.000 Projekten ausgewählt, die bei Brot für die Welt und dem Katholischen Fonds in den letzten zwei Jahren zur Förderung beantragt wurden. Das Referat Inlandsförderung des evangelischen Entwicklungswerkes Brot für die Welt und der Katholische Fonds unterstützen die entwicklungspolitische Bildungs- und Informationsarbeit von Kirchengemeinden, Aktionsgruppen und Bildungseinrichtungen.

 

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