8. ÖKUMENISCHER FÖRDERPREIS
Brot für die Welt und der Katholische Fonds werden im Mai 2027 im Rahmen des Deutschen Evangelischen Kirchentags in Düsseldorf den 8. Ökumenischen Förderpreis Eine Welt verleihen. Der Preis wird in drei Kategorien vergeben, die jeweils mit 3.000 € dotiert sind. Eine Jury wählt aus den seit 2024 von Brot für die Welt (Inlandsförderung) und/oder vom Katholischen Fonds geförderten Bildungsprojekten in jeder Preiskategorie ein Projekt aus, das sich in vorbildlicher Weise für globale Gerechtigkeit engagiert. Bewerbungen sind nicht erforderlich.
Kategorien:
„Frieden und Versöhnung“
In einer Welt, in der Gewaltanwendung und Krieg zunehmend wieder als Mittel angesehen werden, um politische und wirtschaftliche Interessen durchzusetzen, ist der Frieden ein hohes Gut.
Der Ökumenische Förderpreis Eine Welt vergibt in der Kategorie „Frieden und Versöhnung“ den Preis an eine Gruppe, Schulkasse, Gemeinde oder Bildungseinrichtung, die sich in besonderer Weise mit dem Thema Frieden als Kontrapunkt gegen Krieg und Gewalt oder mit Versöhnungsarbeit auseinandergesetzt hat.
„Demokratiebildung global“
Mit der Kategorie „Demokratiebildung global“ wird der Einsatz für Demokratie angesprochen.
Dies betrifft zum einen Gruppen, welche sich mit Blick auf die Weltkirche und globales Denken für mehr Partizipation, Politikgestaltung und Engagement der Zivilgesellschaft in Deutschland einsetzen. Zum anderen geht es um Gruppen, die Menschenrechtsverletzungen und den eingeschränkten Handlungsspielraum von Aktivist/innen in Teilen des Globalen Südens sowie Mittel- und Osteuropas in Deutschland sichtbar machen — solidarisch und mit Forderungen nach globaler Gerechtigkeit.
„Dekolonialität“
Der Ökumenische Förderpreis Eine Welt verleiht unter der Kategorie „Dekolonialität“ den Preis an Projektträger, die sich mit der Geschichte des Kolonialismus und kolonialen Kontinuitäten in den gegenwärtigen Gesellschaften und Kulturen befassen. Zu dieser Kategorie gehört auch die Auseinandersetzung mit aus historischen Ereignissen entstandenen Machverhältnissen und globalen Zusammenhängen. Die Stärkung von durch Kolonialismus unterdrückten Menschen und Wissensformen sowie Bildungsangebote zu diesen Themen sind ebenfalls Bestandteil der dekolonialen politischen Bildungsarbeit.